Kategorie-Archiv: TV-Premiere

SPECTRE

SPIONAGE-ACTIONTHRILLER DER LEGENDÄRE SPITZEL, JAMES BOND (DANIEL CRAIG), IST IN SAM MENDES’ (SKYFALL, 2012) SPECTRE AUF SEINEN SCHLIMMSTEN ERZFEIND HEISS WIE FEUER: BLOFELD (CHRISTOPH WALTZ) ZWINGT DEN UNAUSLÖSCHBAREN MI6-SCHNÜFFLER IN DIE KNIE, ABER DER GAFFER JAGT DESSEN GLOBALE INTERNETGEHIRNWÄSCHE HOCH, BIS DIE GLASFASER AUS DEM LETZTEN LOCH PFEIFT. – DAS UPDATE FÜR BONDULTRAS: KNALLHARTES UND ETAPPENWEISE TECHNISCH AUFGEBLASENES KRIMISCHAUERMÄRCHEN 

SPECTRE

Spectre: James Bond – von Daniel Craig zum vierten  Mal gespielt – findet sich in Regisseur Mendes’ (Skyfall, 2010furchtsamer Geschichte in einer Foltermaschine, James wird vom Dienst beurlaubt, Nanotechnologie in seine 00-Blutgruppe geschossen (um ihn allerorts aufzustöbern), er versenkt seinen maßgeschneiderten Aston Martin DB10, und: Der populärste Agent aller Zeiten verliebt sich in seine bezaubernde Psychiaterin Léa Seydoux (Grand Budapest Hotel, 2014).

SPECTRE weiterlesen

HEUTE BIN ICH SAMBA

TRAGIKOMÖDIE DIE FRANZÖSISCHEN AUTORENFILMER OLIVIER NAKACHE UND ERIC TOLEDANO, DIE MIT DER „EIN SELTSAMES PAAR“-KOMÖDIE – „ZIEMLICH BESTE FREUNDE“, 2011, – DIE UNAUSROTTBAREN VORURTEILE GEGEN FARBIGE ISLAMISCHE KNASTBRÜDER AUSMISTEN, RÄUMEN MIT DER MENSCHENDISKRIMINIERUNG IN PARIS DEZENT BIS DISKRET AUF: DAS ANHÄNGLICHE PAAR – SAMBA CISSÉ (OMAR SY), EIN SENEGALESISCHER, JEDOCH POLITISCH VERFOLGTER IMMIGRANT, UND SEINE SACHWALTERIN ALICE (CHARLOTTE GAINSBOURG) – RÜCKT AUF EIN INTIMES TÊTE-À-TÊTE ZUSAMMEN, ENTBLÖSST DIE VOLLENDETE TATSACHE DES SYSTEMS UND GEWANDET SICH IM WEITEREN VERLAUF OB DES GRAUEN ALLTAGS EHER HAUSBACKEN. – „HEUTE BIN ICH SAMBA“ UMARMT DEN ZUGRUNDE LIEGENDEN RASSISMUS MIT SÜSSHOLZGERASPEL UND MACHT LÄSSIG FRONT GEGEN INTOLERANZ

 

HBIS

Flüchtlingskrisenherd Paris: Omar Sys („Jurassic World“, 2015) beharrlicher, aber schrulliger Einwanderer, Samba, läuft sich in der Absurdität der Immigranten fest, verfügt über falsche Papiere – und die naive Alice (Charlotte Gainsbourg) – „Nymph()maniac“, 2013, –, einer stressbedingten Firmendrohne, die sich gewiss bei der Einreisebehörde rehabilitiert – finden sich in dem sachlichen Spielfilm von Olivier Nakache und Eric Toledano („Ziemlich beste Freunde“, 2011) relativ cool und schäkern in mehrteiligen Schwarz-auf-weiß-Nummern mit dem Publikum. „Heute bin ich Samba“ überzeugt aufgrund der skurril-liebenswürdigen aber oberflächlich skizzierten Charaktere nicht gänzlich, ist aber trotz des schweren Stoffs leicht zugänglich und ehrlich in der kulturübergreifenden Aussprache von politischen Zwängen.

HEUTE BIN ICH SAMBA weiterlesen

AMERICAN HUSTLE

GAUNERKOMÖDIE FALSCHES SPIEL MIT „AMERICAN HUSTLE“ DURCHS AMERIKA DER WILDEN 70er-JAHRE ALS ERGÄNZENDES ÄQUIVALENT ZU HILLS „DER CLOU“, 1973: IN DAVID O. RUSSELLS („SILVER LININGS“, 2012) SKURRIL-RAFFINIERTER ODE PRELLEN CHRISTIAN BALE, AMY ADAMS, BRADLEY COOPER UND JEREMY RENNER ALS KLUGE, SUBTIL-GEWITZTE TRICKBETRÜGER REIH UND GLIED. DIE BUNT-SCHILLERNDE SEIFENBLASE INKLUDIERT VERRAT, TRAGIK UND KORRUPTION UND ZOCKT DAS PUBLIKUM BRILLANT AB. – „AMERICAN HUSTLE“ IST AUCH IM BESTEN SINN EIN MAKABRER UND SCHRÄGER, SCHRILLER KRIMI: EIN HINREISSENDES UND POMPÖSES MEISTERSTÜCK MIT GRANDIOSEN CAMEOS VON JENNIFER LAWRENCES PAMPIGER WILDKATZE SOWIE ROBERT DE NIROS WIDERLICHEN MAFIABOSS

AMERICAN HUSTLE

David O. Russells („Silver Linings”, 2012) „American Hustle” ist ein sehenswerter und ätzender Fiebertraum, dem ein besonderer Coup gelingt: Ohne die wahren Grenzen des desaströsen Sachverhalts abzuhängen, gaukelt die Satire gnadenlos stilsichere und bravourös geistreich-witzige Unterhaltung vor. Letztlich ist es ein Kriminalfall von fetten Schmiergeldern, der abrockt und den Zuseher in eine verzwickt-spannende Tragikomödie schleppt. – Nach einer wahren Begebenheit der sogenannten New Yorker „FBI-Abscam”-Operation, die 1980 zur Verurteilung eines Senators und anderen skandalösen Kongressabgeordneten führte

AMERICAN HUSTLE weiterlesen

DER MARSIANER

SCIFI-ÜBERLEBENSDRAMA MARS TRECK: NACH „APOLLO 13“, 1995, „GRAVITY“, 2013, UND „INTERSTELLAR“, 2014, STRANDET REGISSEUR RIDLEY SCOTTS („EXODUS – GÖTTER UND KÖNIGE“, 2014) UTOPISCHER WELTRAUMWESTERN – „DER MARSIANER“ – AUF DEM FIKTIVEN KOSMISCHEN KÖRPER, UND: MATT DAMONS MARK WATNEY ERWEIST SICH ALS VISIONÄRER ACKERBAUER, INDEM DER BOTANIKER AUF DEN ROTEN PLANETEN KACKT, UND AUF DEM BERG FÄKALIEN KARTOFFELN (OHNE POMMES FRITES) KOLONISIERT. – „DER MARSIANER“: VISUELL HERVORRAGENDER GENREMEILENSTEIN, DER ZU BEGINN WITZIG-ANRÜCHIGEN HUMOR IN STEIN MEISSELT, ABER DIE ACTION RUND UM DIE RETTUNGSMISSION KOMMT NICHT IN DIE GÄNGE. SCOTTS HÖHEPUNKT GEIZT JEDOCH NICHT AN VFX-ÜBERLEBEN: DIE KATASTROPHENRAKETE ZÜNDET UNGLAUBLICH UND SCHMIERT HÖCHST DRAMATISCH AB

„Der Marsianer“: Basierend auf dem Debütroman des Schriftstellers und Hobbyastrophysikers Andy Weir, den Veteran Drew Goddard („Buffy – Im Bann der Dämonen“) in ein teils lustig-anstößiges Skript adaptiert, konzentriert sich die Tragikomödie auf Mark Watney (Matt Damon) – „Interstellar“, 2014, der einen „Robinson-Crusoe“-Unfall erleidet und ums Überleben kämpft. In Regisseur Scotts CGI-Marsianer sind die größten Widersacher von Damons Mark Watney die Zeit und die schroff versponnene Felskluftnatur des fremden Sterns sowie der Weltraum selbst: „Ich werde dem Mars das Fürchten lehren!“, insistiert der Pflanzenkundler vulgär – frei nach seinem Stuhlgang …

DER MARSIANER weiterlesen