Kategorie-Archiv: TV-Premiere

AMERICAN HUSTLE

GAUNERKOMÖDIE FALSCHES SPIEL MIT „AMERICAN HUSTLE“ DURCHS AMERIKA DER WILDEN 70er-JAHRE ALS ERGÄNZENDES ÄQUIVALENT ZU HILLS „DER CLOU“, 1973: IN DAVID O. RUSSELLS („SILVER LININGS“, 2012) SKURRIL-RAFFINIERTER ODE PRELLEN CHRISTIAN BALE, AMY ADAMS, BRADLEY COOPER UND JEREMY RENNER ALS KLUGE, SUBTIL-GEWITZTE TRICKBETRÜGER REIH UND GLIED. DIE BUNT-SCHILLERNDE SEIFENBLASE INKLUDIERT VERRAT, TRAGIK UND KORRUPTION UND ZOCKT DAS PUBLIKUM BRILLANT AB. – „AMERICAN HUSTLE“ IST AUCH IM BESTEN SINN EIN MAKABRER UND SCHRÄGER, SCHRILLER KRIMI: EIN HINREISSENDES UND POMPÖSES MEISTERSTÜCK MIT GRANDIOSEN CAMEOS VON JENNIFER LAWRENCES PAMPIGER WILDKATZE SOWIE ROBERT DE NIROS WIDERLICHEN MAFIABOSS

AMERICAN HUSTLE

David O. Russells („Silver Linings”, 2012) „American Hustle” ist ein sehenswerter und ätzender Fiebertraum, dem ein besonderer Coup gelingt: Ohne die wahren Grenzen des desaströsen Sachverhalts abzuhängen, gaukelt die Satire gnadenlos stilsichere und bravourös geistreich-witzige Unterhaltung vor. Letztlich ist es ein Kriminalfall von fetten Schmiergeldern, der abrockt und den Zuseher in eine verzwickt-spannende Tragikomödie schleppt. – Nach einer wahren Begebenheit der sogenannten New Yorker „FBI-Abscam”-Operation, die 1980 zur Verurteilung eines Senators und anderen skandalösen Kongressabgeordneten führte

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DER MARSIANER

SCIFI-ÜBERLEBENSDRAMA MARS TRECK: NACH „APOLLO 13“, 1995, „GRAVITY“, 2013, UND „INTERSTELLAR“, 2014, STRANDET REGISSEUR RIDLEY SCOTTS („EXODUS – GÖTTER UND KÖNIGE“, 2014) UTOPISCHER WELTRAUMWESTERN – „DER MARSIANER“ – AUF DEM FIKTIVEN KOSMISCHEN KÖRPER, UND: MATT DAMONS MARK WATNEY ERWEIST SICH ALS VISIONÄRER ACKERBAUER, INDEM DER BOTANIKER AUF DEN ROTEN PLANETEN KACKT, UND AUF DEM BERG FÄKALIEN KARTOFFELN (OHNE POMMES FRITES) KOLONISIERT. – „DER MARSIANER“: VISUELL HERVORRAGENDER GENREMEILENSTEIN, DER ZU BEGINN WITZIG-ANRÜCHIGEN HUMOR IN STEIN MEISSELT, ABER DIE ACTION RUND UM DIE RETTUNGSMISSION KOMMT NICHT IN DIE GÄNGE. SCOTTS HÖHEPUNKT GEIZT JEDOCH NICHT AN VFX-ÜBERLEBEN: DIE KATASTROPHENRAKETE ZÜNDET UNGLAUBLICH UND SCHMIERT HÖCHST DRAMATISCH AB

„Der Marsianer“: Basierend auf dem Debütroman des Schriftstellers und Hobbyastrophysikers Andy Weir, den Veteran Drew Goddard („Buffy – Im Bann der Dämonen“) in ein teils lustig-anstößiges Skript adaptiert, konzentriert sich die Tragikomödie auf Mark Watney (Matt Damon) – „Interstellar“, 2014, der einen „Robinson-Crusoe“-Unfall erleidet und ums Überleben kämpft. In Regisseur Scotts CGI-Marsianer sind die größten Widersacher von Damons Mark Watney die Zeit und die schroff versponnene Felskluftnatur des fremden Sterns sowie der Weltraum selbst: „Ich werde dem Mars das Fürchten lehren!“, insistiert der Pflanzenkundler vulgär – frei nach seinem Stuhlgang …

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TERMINATOR: GENISYS

SCIFI-ACTIONABENTEUER I’LL BE BACK: ARNOLD SCHWARZENEGGER VERKÖRPERT IN ALAN TAYLORS („THOR – THE DARK KINGDOM“, 2013) FÜNFTER ANDROIDENREIHE DEN CYBORG-MUSKELPROTZ T-800, DER DURCH EIN VERJÜNGTES DOPPELGÄNGER-CGI-FAKSIMILE ERNEUT ALS SCHWARZENEGGER WIEDERKEHRT: DER ALTE, „PAPS“ GENANNT, MUSS QUASI-STIEFTOCHTER SARAH CONNOR (EMILIA CLARKE) UND JOHN CONNOR (JASON CLARKE) BESCHÜTZEN UND DEM FLÜSSIGMETALLER T-1000 (BYUNG-HUN LEE) ALS AUCH KI-GENIUS SKYNET DEN STECKER ZIEHEN, UM DIE MENSCHHEIT ZU RETTEN. – „TERMINATOR: GENISYS“ IST EIN KNALLHARTER BOMBASTISCHER ACTIONRADAU PLUS GESTÄHLTEM DIALOGWITZ UND REFRAIN DES 84er-JAHRE-KULTS: EIN STROMSCHLAG VON SPANNUNG FÜR DEN T-FAN!

TERMINATOR: GENISYS

„Terminator: Genisys“: Regisseur Alan Taylor („Thor – The Dark Kingdom“, 2013) greift James Camerons „Terminator“, 1984, auf und klont dessen Plot ins Jahr 2029: 45 Jahre später geht es per Zeitmaschine ins Jahr 2017, wo der Rebellenführer John Connor (Jason Clarke) – „Everest“, 2015, – das Meister-Kontrollprogramm Skynet bekämpft, das fast die Menschheit ausgerottet hat. Ferner beschließen die Maschinen – es soll ihr letzter großer Wurf sein – den T-800-Automaten in Form von Arnold Schwarzenegger zurückzubeamen, um Sarah Connor (Emilia Clarke) zu töten, sodass sie in der Zukunft John nicht gebären kann, der: wie Insider wissen, seinen Vater Kyle Reese (Jai Courtney) zurück in die Vergangenheit schickt, um seine Mutter Sarah zu retten und zu schwängern.

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INTERSTELLAR

SCIFI-EPOS ODYSSEE IM WELTRAUM: CHRISTOPHER NOLANS („INCEPTION“, 2010) „INTERSTELLAR” IST EINE FESSELNDE BEKLEMMENDE STERNSTUNDE DER KINEMATOGRAFIE, IN DER MATTHEW MCCONAUGHEY („DALLAS BUYERS CLUB“, 2013) MIT SKURRILEN WENDUNGEN DIE ZUKUNFT DER WELT RETTET. DAS EPOS BESTICHT DURCH EINE GEWALTIGE OPTIK, INHALTLICH IST ES ABWEGIG WIE UNERGRÜNDLICH. – „INTERSTELLAR“ PACKT NICHT NUR SCIFI-FANS UND IST EIN UNHEIMLICH SCHÖN ANZUSEHENDES BILDERBUCH MIT DER AUSSAGEKRAFT, DASS ECHTE LIEBE DAS ALL ROCKT

INTERSTELLAR

In Christopher Nolans („The Dark Knight Rises”, 2012) dystopisch-atemberaubender und schwereloser Weltraum-Odyssee – „Interstellar” schickt die NASA Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club”, 2013) und Anne Hathaway („Don Peyote“, 2014) in ein Schwarzes Loch, in dem der Testpilot und seine Wissenschafterin eine erdenähnliche Gravitation aufspüren sollen, um die Menschheit zu retten, während auf der Erde selbst nur mehr Maisbauern züchten, die vom Mehltau zerfressen und vor Staubstürmen flüchten. „Interstellar” ist ein bildgewaltiges, atmosphärisch dichtes und märchenhaftes All-Epos.

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