INTO THE WOODS

MÄRCHEN-MUSICAL-ABENTEUER „INTO THE WOODS“: GANZ LIEB GEMACHTE FAMILIEN-FANTASIE MIT DEN CHARAKTERKÖPFEN MERYL STREEP, JOHNNY DEPP, EMILY BLUNT, CHRIS PINE UND ANNE KENDRICK AUS DEM HAUSE DISNEY. DER ZAUBER GERÄT IN ROB MARSHALLS („PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN“, 2011) WIEDERKEHRENDEM REFRAIN AUSSER RAND UND BAND UND DIE MAGIE IST FAST OHNE ESPRIT. – NETTE UNTERHALTUNG FÜR JUNG UND ALT

INTO THE WOODS

Nach Rob Marshalls Erfolg mit der musikalischen Krimikomödie „Chicago“, 2002, inszeniert er mit „Into the Woods” das gleichnamige Broadway-Muscial von Stephen Sondheim. Das lyrische Abenteuer verquickt bekannte Märchen, unter anderem – „Rotkäppchen“, „Rapunzel“ und „Aschenputtel“ – zu einem bunten Potpourri: Ein Bäcker und seine Frau wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Dieser Wunsch wird ihnen allerdings durch den Fluch einer Hexe zunichtegemacht. Um die Verwünschung abzubauen, wird das Paar gezwungen folgende Zutaten eines Zaubertranks darzureichen – eine Kuh so weiß wie Milch, einen Umhang so rot wie Blut, Haare so gelb wie Mais und Schuhe aus reinem Gold. – Schauspiel, Tanz und Gesang unterstreicht die konventionelle Handlung und den geringen Spaßfaktor, in „Into the Woods“

SEVENTH SON

ACTION-SCI-FI-ABENTEUR „SEVENTH SON“ – MAGIER JEFF BRIDGES („HÜTER DER ERINNERUNG – THE GIVER“, 2014BEKOMMT ALS SCHRECKGESPENST KONKURRENZ: BEN BARNES („DER STERNWANDERER“, 2007) HEISST DER AUSZUBILDENDE UND WIRD VOM MEISTER-SPOOK PERSÖNLICH IN DIE LEHRE DER FAULEN NARRETEI EINGEWEIHT, UM DIE BÖSE HEXE JULIANNE MOORE („STILL ALICE – MEIN LEBEN OHNE GESTERN“, 2014), DIE DURCH IHREN TEUFELSSABBAT DIE ERDE VERDUNKELN WILL, ZU MEUCHELN. – RASANTES, JEDOCH HEITER-HARMLOSES BESENRITT-CHAOS MIT MEHR MURKS ALS SCHEITERHAUFEN-MYTHOS, ABER FÜR FANS DES BANALEN KETTENRASSELNS ROCKT DIE GRUSELIGE FANTASIE BESTIMMT!

 SEVENTH SON

Abrakadabra, „Seventh Son“: In Sergey Bodrovs („Der Mongole“, 2007) fantastischer Utopie vollbringt der Regisseur ein Wunder und schwört Master John Gregory alias Oscarpreisträger Jeff Bridges („The Big Lebowski“, 1998) herbei, den ins Alter gekommenen Zauberer, der sein Land vor Nigromanten, Irrwichten und leichenfressenden Dämonen beschützt, und: der sich den Azubi Ben Barnes („Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte“, 2010) angelt und den Lehrling in den Hokuspokus-Pipifax einführt, um die Mutter aller bösen Hexen, Oscarpreisträgerin Julianne Moore („Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1“, 2014), die die Weltherrschaft an sich reißen möchte, in der Walpurgisnacht kaltzumachen. Dazu bedarf es eines roten Blutmondes, Ritualmorden, Vergiftungen und Schadenzauber. – Artgerechte Inszenierung nach der Beschwörungsformel Simsalabim, für Fans der gepflegten Mystik jedoch nur konventionelles Hexenwerk.

WARTE, BIS ES DUNKEL WIRD

HORROR-SPIONAGE-THRILLER ADDISON TIMLIN UND ANTHONY ANDERSON SIND IN DIESER VERSTÖRENDEN, UNBEHAGLICHEN UND NERVENAUFREIBENDEN HÄNGEPARTIE DEM KRANKEN GEHIRN UND PHANTOM-KILLER AUF DER SPUR. REGISSEUR ALFONSO GOMEZ-REJONS (TV-SERIE: „AMERICAN HORROR STORY“) GESPENSTISCH-ABWEGIGE BLUTKÖRPERCHEN WIRKEN NOCH LANGE NACH – IN „WARTE, BIS ES DUNKEL WIRD“

WARTE, BIS ES DUNKEL WIRD

„Die Stadt, der es vor dem Sonnenuntergang graut“: Dieser ultra-brutale Schocker läuft alljährlich zu Halloween in den Kinos, in dem ein irrsinniger und maskierter Schlitzer in den Nebenstraßen einer Kleinstadt sein Unwesen treibt. Er verfolgt und sticht Liebespaare wie räudige Hunde ab. Dort, wo niemand die Hilferufe der wehrlosen Jungfrauen hört. Ausgerechnet Addison Timlin („Für immer Single?“, 2014), eine Teenagerin aus der hiesigen Highschool, möchte dem grauenvollen und wahnsinnigen Spuk ein Ende bereiten. Jeder Einwohner kennt einen Teil der sagenhaften Geschichte, aber es wird Zeit die ganze schreckliche Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Auch im Blutrausch: Edward Herrmann!